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Wer macht sich die Taschen voll? Der Spritpreis als Meinungsspalter.

Diesel Benzin Hormus Krieg Iran Tanken Mobilität

These

Die "Regierung" (sic) verdient 60% an jedem Liter Treibstoff und bereichert sich damit in der Krise.

Einordnung

Geopolitische Einflüsse auf Güter und Finanzmärkte als Hebel für Meinungbildung und -manipulation.

Betrachtung

Der Staat nimmt bei einem Liter-Preis von 2.20 Euro (Diesel) ziemlich genau 45%. Bestehend aus 47 Cent Energiesteuer fix, 17 Cent CO2 Steuer fix und 19% Mehrwertsteuer auf den Netto Einkaufspreis und die Energiesteuer.
Der Einkaufspreis liegt damit bei etwa 1.21 Euro, die Steuern bei 99 Cent. Damit der "Vorwurf" zutreffen kann, nämlich das der Staat sich 60% "abzapft" (Wortwitz), müßte der Liter Diesel etwa 1.45 Euro an der Zapfsäule kosten. Bestehend aus dann 87 Cent Steuern und 58 Cent Einkaufspreis.
Was sehen wir hier? Während sich der Einkaufspreis bei der Raffinerie ziemlich genau verdoppelt hat (0.58 Euro vs 1.21 Euro), hat der Steueranteil nur einen Sprung von 0.87 Euro auf 0.99 Euro gemacht. Das sind 12 Cent mehr.

Fazit / Glaubwürdigkeit

Nicht plausibel, eher Propaganda oder Publikation von ungeprüften Mythen. 10 / 100

Der Gewinner der Ölkrise scheint klar die Mineralölindustrie zu sein. Während der Barrelpreis am Weltmarkt "nur" um ca. 50% gestiegen ist, haben sich die Abnahmekosten verdoppelt.
Scheinbar zielt diese provokante Aussage eher darauf ab, indirekt dem Staat die Schuld zu geben und politischen Nutzer durch Wählershifts zu begünstigen. Allerdings bleibt die Frage offen, ob der Staat in die Marktwirtschaft eingreifen sollte und Übergewinne begrenzen - zum Schutz der Ökonomie und gegen die damit sonst ggf. einhergehende verstärkte Inflation.

Quellen

  1. https://www.tecson.de/de/oelweltmarkt.html

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